Lichttechnik bei TEN SING

von Philipp Jardas, philipp@jardas.de

http://www.jardas.de/lichttechnik/?chapter=pult

Das Lichtpult

Es gibt viele Arten von Pulten. Für kleinere Produktionen ist die geläufigste Familie der MA Lightcommander. Beispielsweise der MA Lightcommander 12/2 mit zwei mal zwölf Kanälen. Nach oben hin ist die Anzahl der Kanäle praktisch unbeschränkt, ein häufig anzutreffender Verwante des LC12/2 ist der LC48 mit 48 Kanälen. Wie die Pulte genau funktionieren, entnehmt ihr am besten der jeweiligen Bedienungsanleitung. Im Prinzip funktionieren aber alle Pulte gleich. Es gibt zwei Arten, eine Show zu fahren: Über sogenannte Presets oder über programmierte Szenen.

Presets

Auf der linken Seite des Pultes gibt es zwei waagrecht unterteilte Sektionen, die identisch aussehen und je 12 Fader (das sind die Schieberegler) haben. Oben bzw. unten wird Preset A bzw. B genannt. Auf jedem Fader liegt ein Kanal – normalerweise ein Scheinwerfer. Das Prinzip läuft so, dass man während Preset A auf der Bühne gerade angezeigt wird Preset B nach seinen Wünschen vorbereitet. Dann blendet man von A nach B über und B wird auf der Bühne gezeigt. Nun kann man A für die nächste Szene vorbereiten, wieder zurückblenden und so weiter.

Szenen (Bilder)

Alternativ dazu kann man sich, statt jede Szene von Hand einzustellen, jede Szene separat speichern. Dann hat man für jede Szene einen eigenen Regler und kann so einfach von einer zur nächsten gehen und sogar mehrere Szenen gleichzeitig laufen lassen. Die Fader von Preset B werden zu den Szenen-Fadern (also Szene 4 auf Fader 4), während die Fader von Preset A weiterhin den jeweiligen Kanälen zugeordnet sind. Man kann nun im unteren Bereich die gewünschte Szene am Fader hochziehen und parallel oben einzelne Scheinwerfer separat fahren. Wie genau man Szenen programmiert, entnehmt ihr bitte dem jeweiligen Handbuch eures Pultes.

Chase

Zum Schluss gibt es noch die Lauflichter, »Chase« genannt. Hier werden nicht einzelne Szenen sondern zeitliche Abfolgen von Szenen gespeichert. So kann man eine beliebige Folge von Scheinwerfen in beliebiger Reihenfolge aufleuchten lassen, wenn's sein darf auch im Takt der Musik. Dazu kann man ein Kabel vom Mischpult (z.B. als Aux-Send oder Direct Out) zum Lichtpult ziehen, auf dem vorzugsweise CD und Bassdrum liegen. Auch hier bitte im Handbuch nachschauen, wie's geht. Theoretisch könnte man so eine Show komplett automatisch als ultralanges Lauflicht mit variablen Überblendzeiten fahren. Wird auch so gemacht – aber für eine einzige Show lohnt sich das kaum, erst recht nicht für TEN SING, das ja vor Spontaneität platzt...

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