Glossar
In diesem Stichwortverzeichnis werden einige der wichtigsten Begriffe der Beleuchtungstechnik beschrieben.
- Achromatische Farben
- Farben ohne Buntwerte, also Schwarz, Weiss und alle Grautöne
- ACL
- »aircraft landing light« – PAR64-Lampe mit Vergenz von 2°.
- Babyspot
- Kleiner Punktscheinwerfer, z.B. PAR36.
- Additive Farbmischung
- Mischung von unterschiedlich farbigem Licht mit mindestens zwei Lichtquellen.
- Black Out
- Alles Licht aus.
- Blendenschieber
- Metallschieber in Profilscheinwerfern und Verfogern, mit denen der Lichtstrahl beschnitten werden kann.
- Brennpunkt
- Der Punkt, an dem sich bei einer Linse oder einem Reflektor parallel einfallende Lichtstrahlen schneiden.
- Brennebene
- Die Ebene senkrecht zur optischen Achse, in der der Brennpunkt liegt. Blendenschieber, Gobos und Iris befinden sich hier (es kann auch mehrere Brennebenen geben).
- Brennweite
- Abstand der Linse oder des Reflektors zum Brennpunkt.
- Chaser
- Lauflicht.
- Dichroitische Filter
- Interferenzfilter, die im Gegensatz zu normalen Filtern das nicht durchgelassene Licht nicht absorbieren, sondern reflektieren. Sie werden nicht so heiss und liefern schärfere Farben.
- Diffusionsfilter
- Tüllgewebe, das zur Zerstreuung des Lichts in den Strahl eingebracht wird. Auf der Bühne meistens Frostfilter genannt.
- Dimmer
- Gerät zur Verstellung der Helligkeit von elektrischen Lichtquellen. Wird normalerweise digital über das DMX-Protokoll gesteuert.
- DIN
- Deutsche Industrie Norm.
- DMX 512
- »Digital MultipleXing« – International anerkannter Standard zur digitalen Übermittlung von Steuersignalen. Über ein 5poliges XLR-Kabel werden bis zu 512 Werte digital und daher verzögerungsfrei übertragen. Die Aulösung beträgt 8 Bit pro Kanal, das entspricht 256 Helligkeitsstufen. DMX wird auch zur Steuerung von Moving Heads, Scannern, Farbwechslern und allerlei anderen Dingen verwendet. Wichtig: Obwohl das Standard-DMX-Kabel 5polig ist, sind nur drei Adern belegt. Es kann also über einen Adapter auf ein 3poliges XLR-Kabel gepatcht werden, von denen normalerweise genügend rumliegen. Insbesondere kann zur Übertragung vom Pult zur Bühne das Ton-Multicore benutzt werden.
- Ellipsenspiegelscheinwerfer
- Bezeichnung für einen Profilscheinwerfer.
- EVG
- Bezeichnung für Elektrisches VorschaltGerät.
- Farbenlehre
- Theorie über das Verstehen der Farben. Angefangen von Newton über Goethe ist die heute allgemein akzeptierte Theorie diejenige von Harald Küpper.
- Farbenraum
- Definition von Farben nach Farbton (»hue«), Sättigung (»saturation«) und Helligkeit (»brightness«).
- Farbfilter
- Meistens aus Kunststoff gefertigte, farbige Folie, die in den Strahlengang montiert wird, um das austretende Licht einzufärben.
- Farbort
- Farbort einer Lichquelle, bezogen auf den Planckschen Kurvenzug mit den Juddschen Geraden und den x-und y- Koordinaten. (sorry, das musste einfach rein)
- Farbperspektive
- Einfluss von Farben in bezug auf die Tiefenwirkung: Dunkle und kalte Farben bestimmen die Tiefe, helle und warme Farben den Vordergrund.
- Farbtemperatur
- Wird in Kelvin gemessen. Bezeichnet allgemein die Helligkeit und Weissfarbe einer Lampe. Kunstlichtlampen brennen unter 5000K, Tageslichtlampen darüber. Je heisser eine Lampe brennt, desto weisser ist ihr Licht. Kälteres Licht wirkt rötlicher (Glühen).
- Fluter
- Auch Strahler. Einfachster Scheinwerfer, meist ein Rinnenspiegel mit einem Halogenbrennstab.
- Fokussieren
- Die Schärfe einstellen.
- Fresnel-Linse
- Auch Stufenlinse. Linse, bei der die Brechung der Lichtstrahlen auf einzelne, sägezahnförmig angeordnete Ringe aufgeteilt ist.
- Fussrampe
- Lichposition vorne an der Bühnenvorderkante.
- Gaffer
- Verantwortlicher Beleuchter für Aufbau und Betrieb und Chef der Mannschaft. Jetzt wisst ihr endlich auch, woher der Name des berühmten Gaffer-Tapes kommt.
- Gobo
- Auch Vignette. Aus hitzefestem Blech oder Glas hergestellte Scheibe, mit der jede Form von Lichtbegrenzung zu erzielen ist. Werden hauptächlich in Scannern und Moving Heads verwendet.
- Grundfarben
- Elementare Farben. Man unterscheidet drei Arten von Grundarten. Urfarben: Violettblau, Grün, Orangerot (Farben der Sehzapfen im Auge). Additive Grundfarben: Orangerot, Grün, Violettblau (RGB). Subtraktive Grundfarben: Cyanblau, Magentarot, Gelb (CMY).
- Harting
- Herstellerfirma einer mehrpoligen Steckerverbindung, bei der mehrere Lastkabel in einem Multicore geführt werden.
- Intercom
- Hör- und Sprechverbindung zwischen einzelnen Bedienpositionen, z.B. zwischen Beleuchter, Tontechniker, Inspizienz und Regie.
- Interferenz
- Verstärken oder Verschlucken von Wellen einer Frequenz.
- Irisblende
- Mechanische Lamellen, die einen Öffnungswinkel stufenlos verkleinern oder vergössern.
- Kalte Farben
- Blau mit allen Zwischentönen bis zu Violett.
- Komplementärfarben
- Farbe und ihre Ergänzungsfarbe, die beim Mischen Weiss oder Schwarz ergeben.
- Konversionsfilter
- Folien, die künstliches Tageslicht dem Glühlicht anpassen.
- Kunstlicht
- Künstliches Licht mit Farbtemperatur unter 5000K.
- Magazin
- Halterung vor dem Scheinwerfer für Filter und Torblenden.
- Moving Head
- Multifunktionsscheinwerfer, bei dem das gesamte Gehäuse auf einem beweglichen Gestell montiert ist.
- Optische Achse
- Mittelachse einer optischen Anordnung, z.B. Glühfaden – Irisblende – Linsenmitte.
- PAR-Lampe
- »parabolic aluminized reflector« – Lampe, die mit einem parabolischen Reflektor fest verbunden ist. Robust und billig, in unterschiedlichen Leistungs- und Vergenzvarianten erhältlich.
- Shutter
- Auch Jalousie. Gerät zur Verdunkelung des Lichtstrahls, wird bei nicht dimmbaren Scheinwerfern verwendet, insbesondere bei Moving Heads und Scannern.
- Spotlight
- Konzentrierter Lichtstrahl.
- Stufenlinse
- Fresnellinse.
- Subtraktive Farbmischung
- Mischung von Licht mit nur einer Lichtquelle.
- Tageslicht
- Künstliches Licht, welches dem natürlichem Licht ähnlich ist mit Farbtemperatur über 5000K.
- Thyristor
- Halbleiterbauelement zum Schalten starker elektrischer Ströme.
- Torblende
- Zwei- oder vierflügelige schwenkbare Metallflächen, die in einem Rahmen zusammengefasst sind und in das Magazin eines Scheinwerfers geschoben werden.
- Tüll
- Feinmaschiges Drahtgeflecht zur Lichtreduzierung.
- VDE
- Verband Deutscher Elektrotechniker. Verband zur Erstellung von gesetzlich anerkannten elektrischen Sicherheitsvorschriften
- Vergenz
- Öffnungswinkel von optischen Strahlen.
- VStättV
- Versammlungsstättenverordnung – Bauaufsichtliche Vorschriften für Theater, Versammlungsstätten und ähnliche bauliche Anlagen. Zusammengefasst unter DIN 18600 .
