Lichttechnik bei TEN SING

von Philipp Jardas, philipp@jardas.de

http://www.jardas.de/lichttechnik/?chapter=glossar

Glossar

In diesem Stichwortverzeichnis werden einige der wichtigsten Begriffe der Beleuchtungstechnik beschrieben.

Achromatische Farben
Farben ohne Buntwerte, also Schwarz, Weiss und alle Grautöne
ACL
»aircraft landing light« – PAR64-Lampe mit Vergenz von 2°.
Babyspot
Kleiner Punktscheinwerfer, z.B. PAR36.
Additive Farbmischung
Mischung von unterschiedlich farbigem Licht mit mindestens zwei Lichtquellen.
Black Out
Alles Licht aus.
Blendenschieber
Metallschieber in Profilscheinwerfern und Verfogern, mit denen der Lichtstrahl beschnitten werden kann.
Brennpunkt
Der Punkt, an dem sich bei einer Linse oder einem Reflektor parallel einfallende Lichtstrahlen schneiden.
Brennebene
Die Ebene senkrecht zur optischen Achse, in der der Brennpunkt liegt. Blendenschieber, Gobos und Iris befinden sich hier (es kann auch mehrere Brennebenen geben).
Brennweite
Abstand der Linse oder des Reflektors zum Brennpunkt.
Chaser
Lauflicht.
Dichroitische Filter
Interferenzfilter, die im Gegensatz zu normalen Filtern das nicht durchgelassene Licht nicht absorbieren, sondern reflektieren. Sie werden nicht so heiss und liefern schärfere Farben.
Diffusionsfilter
Tüllgewebe, das zur Zerstreuung des Lichts in den Strahl eingebracht wird. Auf der Bühne meistens Frostfilter genannt.
Dimmer
Gerät zur Verstellung der Helligkeit von elektrischen Lichtquellen. Wird normalerweise digital über das DMX-Protokoll gesteuert.
DIN
Deutsche Industrie Norm.
DMX 512
»Digital MultipleXing« – International anerkannter Standard zur digitalen Übermittlung von Steuersignalen. Über ein 5poliges XLR-Kabel werden bis zu 512 Werte digital und daher verzögerungsfrei übertragen. Die Aulösung beträgt 8 Bit pro Kanal, das entspricht 256 Helligkeitsstufen. DMX wird auch zur Steuerung von Moving Heads, Scannern, Farbwechslern und allerlei anderen Dingen verwendet. Wichtig: Obwohl das Standard-DMX-Kabel 5polig ist, sind nur drei Adern belegt. Es kann also über einen Adapter auf ein 3poliges XLR-Kabel gepatcht werden, von denen normalerweise genügend rumliegen. Insbesondere kann zur Übertragung vom Pult zur Bühne das Ton-Multicore benutzt werden.
Ellipsenspiegelscheinwerfer
Bezeichnung für einen Profilscheinwerfer.
EVG
Bezeichnung für Elektrisches VorschaltGerät.
Farbenlehre
Theorie über das Verstehen der Farben. Angefangen von Newton über Goethe ist die heute allgemein akzeptierte Theorie diejenige von Harald Küpper.
Farbenraum
Definition von Farben nach Farbton (»hue«), Sättigung (»saturation«) und Helligkeit (»brightness«).
Farbfilter
Meistens aus Kunststoff gefertigte, farbige Folie, die in den Strahlengang montiert wird, um das austretende Licht einzufärben.
Farbort
Farbort einer Lichquelle, bezogen auf den Planckschen Kurvenzug mit den Juddschen Geraden und den x-und y- Koordinaten. (sorry, das musste einfach rein)
Farbperspektive
Einfluss von Farben in bezug auf die Tiefenwirkung: Dunkle und kalte Farben bestimmen die Tiefe, helle und warme Farben den Vordergrund.
Farbtemperatur
Wird in Kelvin gemessen. Bezeichnet allgemein die Helligkeit und Weissfarbe einer Lampe. Kunstlichtlampen brennen unter 5000K, Tageslichtlampen darüber. Je heisser eine Lampe brennt, desto weisser ist ihr Licht. Kälteres Licht wirkt rötlicher (Glühen).
Fluter
Auch Strahler. Einfachster Scheinwerfer, meist ein Rinnenspiegel mit einem Halogenbrennstab.
Fokussieren
Die Schärfe einstellen.
Fresnel-Linse
Auch Stufenlinse. Linse, bei der die Brechung der Lichtstrahlen auf einzelne, sägezahnförmig angeordnete Ringe aufgeteilt ist.
Fussrampe
Lichposition vorne an der Bühnenvorderkante.
Gaffer
Verantwortlicher Beleuchter für Aufbau und Betrieb und Chef der Mannschaft. Jetzt wisst ihr endlich auch, woher der Name des berühmten Gaffer-Tapes kommt.
Gobo
Auch Vignette. Aus hitzefestem Blech oder Glas hergestellte Scheibe, mit der jede Form von Lichtbegrenzung zu erzielen ist. Werden hauptächlich in Scannern und Moving Heads verwendet.
Grundfarben
Elementare Farben. Man unterscheidet drei Arten von Grundarten. Urfarben: Violettblau, Grün, Orangerot (Farben der Sehzapfen im Auge). Additive Grundfarben: Orangerot, Grün, Violettblau (RGB). Subtraktive Grundfarben: Cyanblau, Magentarot, Gelb (CMY).
Harting
Herstellerfirma einer mehrpoligen Steckerverbindung, bei der mehrere Lastkabel in einem Multicore geführt werden.
Intercom
Hör- und Sprechverbindung zwischen einzelnen Bedienpositionen, z.B. zwischen Beleuchter, Tontechniker, Inspizienz und Regie.
Interferenz
Verstärken oder Verschlucken von Wellen einer Frequenz.
Irisblende
Mechanische Lamellen, die einen Öffnungswinkel stufenlos verkleinern oder vergössern.
Kalte Farben
Blau mit allen Zwischentönen bis zu Violett.
Komplementärfarben
Farbe und ihre Ergänzungsfarbe, die beim Mischen Weiss oder Schwarz ergeben.
Konversionsfilter
Folien, die künstliches Tageslicht dem Glühlicht anpassen.
Kunstlicht
Künstliches Licht mit Farbtemperatur unter 5000K.
Magazin
Halterung vor dem Scheinwerfer für Filter und Torblenden.
Moving Head
Multifunktionsscheinwerfer, bei dem das gesamte Gehäuse auf einem beweglichen Gestell montiert ist.
Optische Achse
Mittelachse einer optischen Anordnung, z.B. Glühfaden – Irisblende – Linsenmitte.
PAR-Lampe
»parabolic aluminized reflector« – Lampe, die mit einem parabolischen Reflektor fest verbunden ist. Robust und billig, in unterschiedlichen Leistungs- und Vergenzvarianten erhältlich.
Shutter
Auch Jalousie. Gerät zur Verdunkelung des Lichtstrahls, wird bei nicht dimmbaren Scheinwerfern verwendet, insbesondere bei Moving Heads und Scannern.
Spotlight
Konzentrierter Lichtstrahl.
Stufenlinse
Fresnellinse.
Subtraktive Farbmischung
Mischung von Licht mit nur einer Lichtquelle.
Tageslicht
Künstliches Licht, welches dem natürlichem Licht ähnlich ist mit Farbtemperatur über 5000K.
Thyristor
Halbleiterbauelement zum Schalten starker elektrischer Ströme.
Torblende
Zwei- oder vierflügelige schwenkbare Metallflächen, die in einem Rahmen zusammengefasst sind und in das Magazin eines Scheinwerfers geschoben werden.
Tüll
Feinmaschiges Drahtgeflecht zur Lichtreduzierung.
VDE
Verband Deutscher Elektrotechniker. Verband zur Erstellung von gesetzlich anerkannten elektrischen Sicherheitsvorschriften
Vergenz
Öffnungswinkel von optischen Strahlen.
VStättV
Versammlungsstättenverordnung – Bauaufsichtliche Vorschriften für Theater, Versammlungsstätten und ähnliche bauliche Anlagen. Zusammengefasst unter DIN 18600 .
Creative Commons LicenseThis work is licensed under a Creative Commons
Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0 Germany License